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IchZeit Rheinland Pfalz
10.11.2011 von: Arnhild
10
Nov
Arnhild von
Arnhild

Wellness und Wohlfühlen. Mein wunderbarer Wohlfühltag.

Entspannung und Wellness, Arnhild’s Geschichte für den WohlfühlScout:

Ich bin froh, dass ein „Wohlfühlscout“ gesucht wird und nicht der Begriff „Wellness“ verwendet wurde. Darum übrigens habe ich mich auch beworben. Denn obwohl „Wellness“ auf deutsch ganz allgemein „Wohlbefinden“ bedeutet, hat es bei uns meistens nur eine sehr spezielle Bedeutung: „Wellness“ steht für Massage, Sauna und kosmetische Anwendungen.

Da ist es doch kaum verwunderlich, dass nicht wenige glauben, es seien nur Vertreter der „Nichtstun-Fraktion“ angesprochen, außerdem kaum Männer, da sich hinter so manchem Wellnessangebot vielerorts ja tatsächlich „nur“ eine Schönheitsbehandlung verbirgt.

Apropos „Nichtstun-Fraktion“: Das sind für mich Diejenigen, die zur Erholung am liebsten am Strand liegen und nichts tun. Die mit einer Tasse Cappuccino und einem Buch den Tag auf der Sonnenterasse zubringen und abends zufrieden zu Bett gehen. Diejenigen, die glücklich damit sind, zwischen Frühstücksbuffet, Bibliothek und Sauna den schönen Ausblick zu genießen.

Ich selbst zähle mich zur anderen, nennen wir sie die „Aktiv-Fraktion“: Auch ich brauche nicht viel zum Glücklichsein, ich lese gern, gehe gerne in die Sauna und genieße ein ordentliches Frühstück. Doch „Wohlbefinden“ ist für mich eindeutig nicht „nur Wellness“: Ich liebe, ja, ich brauch es richtiggehend, aktiv zu sein!

Nach dem Frühstück schwinge ich mich aufs Rennrad oder das Mountainbike, schnüre die Wanderstiefel oder mache mich auf in den Kraftraum. Bevor ich mich in der Bibliothek, auf der Terasse oder aber in der Sauna entspannen kann, muss ich frische Luft geschnappt und mich ausgiebig bewegt haben. Sonst geht es mir nicht gut, sonst fühle ich mich nicht wohl.

Ich kann glücklicherweise von vielen Wohlfühltagen – aktiven wie geruhsamen – berichten. Also greife ich einfach einen Tag heraus, der besonders eindrücklich war:

Es war zum Ende eines sehr arbeitsreichen Sommers hin, als mein Bruder mich mitnahm auf eine kleine Hütte ohne fließend Wasser und Strom in einer ruhigen Ecke von Österreich.

Ausblick von der Hütte

Er meinte, wir beide hätten allen Grund, endlich einmal „runter zu kommen“. Die Hütte lag unweit von ein paar kleineren Höfen, ansonsten hatte man eine ganze Weile vom Tal herauf zu fahren.

Gemütliche Ecke unterm Dach

Es wurden Tage, an denen wir mal sprachen, mal jeder für sich etwas unternahmen oder über einem Buch saßen, an denen ich selbstvergessen stundenlang Holz spaltete, selbst gemachte Buttermilch und Speck, Kuhmilch und Brot vom Hof in der Nähe holen ging und wir zum ersten Mal im Leben brünftige Hirsche röhren hörten. Einmal haben wir im holzbefeuerten Ofen sogar Zimtschnecken gebacken. So gute hatte ich noch nie gegessen!

Am ersten oder zweiten Tag nach unserer Ankunft, mein Bruder hatte früh den Ofen befeuert, damit die Hütte warm wurde und wir Wasser für Kaffee und Tee zum Frühstück hatten, bin ich alleine los gezogen. Es war schon etwas spät am Tag, doch ein paar Stunden wollte ich wandern. Anfangs lief ich einen breiten Forstweg entlang, der teils durch den Wald, teils über Wiesen führte.
Immer wieder blieb ich stehen, schaute ins Tal, entdeckte hier eine Blume, dort einen ungewöhnlich geformten Stein. Es war wunderschön.

Weiter oben stieß ich auf einen schmalen Pfad, der in den Wald hinein führte. Ich habe ihn bei mir selbst „Zauberwald“ genannt, weil er so ganz eigen war: Im Spiel von Licht und Schatten wuchs eine Vielzahl von Pilzen verschiedenster Art auf bemoosten Flächen. Man hörte Vogelstimmen und sonst nichts außer ein bisschen Wind in den Baumwipfeln. Als ich das Wäldchen durchquert hatte, betrat ich eine Wiese, die wirkte, als hätte sie ein Gärtner geplanzt. Der Pfad schlängelte sich teils recht steil nach oben und irgendwann hatte ich eine Art Hochebene erreicht, wo sich eine Ansammlung nicht bewohnter Steinhäuser befand.

Von dort aus war es nicht mehr weit zum Gipfel, der oberhalb der Baumgrenze lag. Es war sehr windig und man konnte die Wolken ziehen sehen. Dann trat ich rasch den Rückweg an, denn es war schon spät und würde bald zu dämmern beginnen. Unterwegs kühlte es merklich ab und ich war froh, als ich im letzten Licht die Hütte erreicht hatte. Der Tag hatte mich müde gemacht und ich hatte keine Grund, Radio und Fernsehen zu vermissen. Stattdessen ging ich zeitig schlafen. Ich hatte einen wunderbaren Wohlfühltag erlebt.

Und darum ist für mich Wohlfühlen sehr viel mehr als Wellness: Es besteht aus Zeit für mich und Zeit für andere – Freunde und Famile – Zeit für neue Begegnungen und Erfahrungen, für Ruhe und Bewegung, Zeit, um die Natur zu entdecken, gut und mit Genuss zu essen, sich mit Musik, Kunst und Kultur zu umgeben,… vielleicht einfach Zeit, zu tun, wonach mir der Sinn steht.

Wohlfühlen bedeutet, dass man die Möglichkeit hat, für sich persönlich das ganz individuelle Maß zu bestimmen zwischen dem Nichtstun auf der einen und der Aktivität auf der anderen Seite. Und somit kennt Wohlbefinden keine Zielgruppen: Jeder soll sich wohlfühlen. Und das perfekte Wohlfühlangebot spricht den aktiven wie den geruhsamen Typ an. Einer meiner bislang schönsten Tage in der Pfalz sah übrigens folgendermaßen aus:

 



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13 Kommentare »

  1. blub — 21. November 2011 @ 17:47

    Super Artikel! Gerne mehr davon!
    Gruß

  2. Bruder — 24. November 2011 @ 10:07

    ” … Einmal haben wir im holzbefeuerten Ofen sogar Zimtschnecken gebacken. So gute hatte ich noch nie gegessen! … ”

    Das kann ich bestätigen, die waren wirklich verdammt gut :)

  3. Nane — 24. November 2011 @ 16:58

    Ich mag den Artikel sehr. Und die ZImtschnecken auch *seufz* die sehen so unverschämt gut aus :-)

  4. Katharina — 26. November 2011 @ 20:29

    Bin gerade in Gedanken mit euch gereist, schön wars… DANKE fürs mitnehmen :)

  5. Vater — 13. Dezember 2011 @ 12:32

    Das macht geradezu Lust, selber dort zu wandern und sich zu erholen!

  6. Helmut — 14. Dezember 2011 @ 17:11

    Sprühend der Bericht und die Frau

  7. Adelheid und Ulrich — 14. Dezember 2011 @ 22:04

    Das ist wirklich Wohlfühlen – aktives Entspannen, entspannende Aktivität.

  8. Gabi — 14. Dezember 2011 @ 22:10

    Das liest sich wirklich gut, wie aus einer anderen Welt….

  9. Dietrich Bodenstein — 14. Dezember 2011 @ 23:26

    Großartiger Artikel – macht einem einfach Lust, selbst wieder einsam und “spürsam” in den Bergen unterwegs zu sein! Danke! Super!

  10. Ilana — 14. Dezember 2011 @ 23:49

    Na det hört sich doch nach Urlaub an. Davon würdich gerne mehr lesen. :)

  11. Gerd Breuer — 20. Januar 2012 @ 12:39

    Urlaub, seufz…
    Natur um mich zu haben ist mir da besonders wichtig, das kam auch in dem Artikel. Sonst kann ich mich nicht wirklich entspannen.

  12. Tine — 19. Dezember 2012 @ 10:27

    Mhmm, Erholung pur! Wenn man dass so liesst, kann ich den Sommer kaum erwarten! Gruß, Tine

  13. Gabriele — 6. Juni 2013 @ 06:47

    alleine schon beim lesen und betrachten der bilder setzt bei mir entspannung ein…..danke für diesen tollen blog.
    lg gaby

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Ich benötige Entspannung, gesunde Ernährung, Medical Wellness und Gesundheit, um in Balance mit mir selbst zu kommen. Ich muss dafür nicht weit reisen. Dies alles bietet mir die IchZeit. Hier in Deutschland, in Rheinland-Pfalz.