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IchZeit Rheinland Pfalz
1.10.2012 von: Britta
1
Okt
Britta von
Britta
Kategorie: Aktiv in der Natur,

Sicherheit (nicht nur) für mich – Erste Hilfe Kurs Outdoor….

Tja, „Aktiv in der Natur“ heißt diese Rubrik. Und wenn man aktiv in der Natur ist, kann man leider auch mal einen Unfall haben. Gut, wenn man dann weiß, was zu tun ist und wie man Erste Hilfe leistet. Das ist umso wichtiger, wenn man soweit in der Natur z.B. in den Bergen unterwegs ist, dass ein Rettungsdienst nicht in etwa 15 Minuten vor Ort ist, sondern fremde Hilfe ggf. mehrere Stunden oder sogar Tage brauchen kann. Da ich viel in der Natur unterwegs bin, privat wie beruflich, habe ich einen speziellen Kurs Erste Hilfe Outdoor absolviert. Und ich muss sagen, ich war SEHR, SEHR begeistert.

Stattgefunden hat der Kurs als Anschluss an meine Fortbildung Erlebnispädagogik auf und an einem Floß am französischen Fluss Doubs in der Nähe des Ortes Baumes les Dames in Frankreich. Die Rahmenbedingungen waren also schon mal sehr „Outdoor“.

Flussblick vom Floß

Die Trainer der Outdoorschule Süd haben uns auf wahnsinnig realistische Weise vermittelt, welche Unfälle draußen passieren können und was man dann am besten tut. Jeweils in 3er Rettungsteams sind wir immer wieder mit neuen Situationen konfrontiert worden, die wir bewältigen mussten. Z.B. Verletzungen durch Verbrennung nach dem Versuch, mit Benzin ein Feuer zu machen, Stürze beim Klettern, Steinschlag, Ertrinkende im Fluss – all dies erforderte Rettung der Verunfallten und Versorgung von Verletzungen und –nicht zu unterschätzen übrigens- psychologische Betreuung der Patienten.

Trainer Rainer als Verunfallter mit offenem Bruch

Dazu kam noch ein ganzer Teil Theorie und medizinisches Hintergrundwissen, z.B.:

  • was ist eine Atemstörung?
  • was unterscheidet einen medizinischen Schock von einem psychischen?
  • wie erkennt man einen unterzuckerten Diabetiker?
  • und und und…

Britta mit klaffender Gesichtswunde

Auch die Versorgung von Wunden haben wir geübt, immer praktisch und an verletzten Personen. Dazu haben die Trainer uns oder sich superechte Wunden geschminkt, von der klaffenden Schnittwunde bis zum offenen Bruch war alles dabei.

…versorgt mit Klammerpflaster

Kern jeder Unfallversorgung ist, die richtigen Prioritäten zu setzen. Wenn ich an einen Unfall komme, steht an erster Stelle, mir ein Bild vom Umfeld der Unfallstelle zu machen und das Risiko für den Verletzten und natürlich auch für mich einzuschätzen. Weder dem Verletzten noch mir ist nämlich geholfen, wenn ich mich durch die Erste Hilfe unzumutbar in Gefahr bringe und evtl. ebenfalls verunfalle.

Als nächstes folgt die Kontrolle der Vitalfunktionen des Patienten (Bewusstsein, Atmung, Puls). Erst wenn das alles in Ordnung ist, kommt die Versorgung der Wunden. Das ist jetzt hier natürlich eine stark verkürzte Darstellung, aber den ganzen Kurs hier zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen.

 

Wundreinigung

Mir hat dieser 2 ½ tägige Kurs jedenfalls viel Sicherheit gebracht und ich empfehle ihn daher wärmstens weiter. Es macht einen echten Unterschied zu herkömmlichen Erste-Hilfe-Kursen, ob die Situationen realistisch sind. Mein Stress damit war dann nämlich auch echt…Ich fühle mich jetzt deutlich besser vorbereitet und sicherer, wenn in meiner Nähe etwas passiert und jeder, der künftig mit mir unterwegs ist, wird auch davon profitieren. Trotzdem wünsche ich mir natürlich, dass ich diese Kenntnisse nicht anwenden muss.

Wer Lust hat, es mir nachzumachen und seinen Erste Hilfe Kurs aufzufrischen, dem lege ich die www.outdoorschule-sued.de ans Herz. Auf dem Rückweg aus Frankreich habe ich erstmal nach meinem 1.Hilfe-Kasten im Auto getastet und mir neugierig angeguckt, was er alles enthält 😉

Die größte Erkenntnis des Kurses war aber:  man kann als Ersthelfer keine wirklichen Fehler machen und wird nicht haftbar gemacht.

Der größte Fehler demnach ist,  nichts zu tun.

Beachtet: alle Unfälle auf den Bildern sind zu Übungszwecken gestellt, die Wunden geschminkt 😉 Echt hingegen war der Stress, den ich als Helferin empfunden habe – eine super Vorbereitung, um im Ernstfall Ruhe zu bewahren.



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