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IchZeit Rheinland Pfalz
22.06.2016 von: Stefanie Hoder
22
Jun
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Stefanie Hoder
Kategorie: Gesundheit,

Wie sich die Zahngesundheit auf Psyche und Wohlbefinden auswirken kann

Apollonia von Alexandria ist eine Heilige der katholischen und orthodoxen Kirche. Im Ägypten des 3. Jahrhunderts kam es zu Christenverfolgungen, in deren Verlauf der geweihten Jungfrau Apollonia die Zähne eingeschlagen wurden, mit der Drohung, sie zu verbrennen, wenn sie dem Christentum nicht abschwöre. Der Überlieferung nach soll Apollonia selbst in das Feuer gesprungen sein. Es bestehen noch weitere Legenden um die Jungfrau und ihr Märtyrertum, wobei das Zähneziehen oder Ausbrechen als Folter fast immer eine Rolle spielt.

Diese kurze Entführung in das grausame Mittelalter soll aufzeigen, das Zahngesundheit immer eine wesentliche Rolle innerhalb der verschiedenen Zivilisationen spielte. Heute besitzt die Zahngesundheit einen noch wesentlich höheren Stellenwert.

Zahnschmerzen und ihre Folgen

Wer sich einmal die Mühe macht und in den Suchmaschinen den Satz: „Selbstmord wegen Zahnschmerzen“ eingibt, erhält rund 28.000 Ergebnisse. In der englischen Version des Suchbegriffes sind es sogar über 370.000 Links. Sicherlich können Zahnschmerzen Menschen in den freiwilligen Tod treiben, wobei es tatsächlich Fälle gibt, das die Angst vor dem Zahnarzt und der Behandlung größer war als die vor dem Ausscheiden aus dem Leben.

Das zeigt die gravierende Wirkung auf die Psyche, die Zahnerkrankungen auslösen können. Die Schmerzen allein sind es gerade heute jedoch nicht mehr. Ein vollständiges Gebiss ist ohne Frage auch ein Status-Symbol, dessen Fehlen erhebliche Auswirkungen auf das soziale Leben der betreffenden Personen besitzt. Dies beruht auf dem Umstand, dass gesunde Zähne heute der Normalzustand innerhalb einer Gesellschaft sind, die über eine entsprechende Krankenversorgung verfügt. Noch vor 100 Jahren war dies in Mitteleuropa eher umgekehrt. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die für die Zahngesundheit gefährlichen Produkte wiederum lange nicht so stark verbreitet wie heute. Vor allem der versteckte Zucker in zahlreichen Lebensmitteln sorgt dafür, dass selbst Kleinkinder eine Zahnvorsorge benötigen.

Wird die Zahngesundheit übertrieben?

Gesunde Zähne zu besitzen und dafür regelmäßig den Zahnarzt aufzusuchen, ist sicherlich keine Übertreibung. Ein funktionierendes Gebiss mit lückenlosen Zahnreihen ist für das Selbstbewusstsein enorm wichtig. Denn ein entsprechendes Lächeln oder Lachen beweist den Mitmenschen, das vor ihnen ein gesunder, ein vollständiger Mensch steht. Ein fehlerhaftes oder mit Zahnlücken versehenes Gebiss hingegen bewirkt ein entsprechendes Minderwertigkeitsgefühl, was sich unter anderem auf das Verhalten der jeweiligen Person auswirken kann. Die Folgen sind meist soziale und berufliche Einschränkungen. So sind heute in Berufsbildern mit Kundenkontakt gesunde und vollständige Zähne stillschweigend vorgeschrieben. Eher Ansichtssache sind in dieser Beziehung Zähne und Zahnstellungen, die so perfektioniert werden, dass sie fast schon wieder künstlich wirken und dies oft auch sind. Eine gern gesehene Übertreibung, die sich vor allem im Showbuisiness findet.

Ist wirklich alles nur Show?

Nein, Zahngesundheit bedeutet nicht nur ein höheres Selbstbewusstsein und damit eine gestärkte Psyche. Gesunde Zähne wirken sich ebenso auf den physischen Körper aus, wobei es einfacher ist, die negativen Folgen von unbehandelten Zahnerkrankungen aufzuzeigen. Das beginnt bei der unterschiedlich belasteten Kaumuskulatur durch fehlende Zähne und geht bis hin zu Herzerkrankungen, die durch Parodontitis ausgelöst werden.

Im Übrigen sind Zahnerkrankungen die Verursacher enormer Kosten im weltweiten Gesundheitswesen. Eine Studie unter Führung des Universitätsklinikum Heidelberg aus dem Jahr 2015 zeigt auf, dass allein für die Behandlung von Zähnen jährlich 298 Milliarden US-Dollar ausgegeben werden. Dazu kommen noch einmal rund 144 Milliarden US-Dollar aufgrund von Produktivitätsverlusten auf dem Arbeitsmarkt.

Ein großer Teil dieser Kosten könnte durch Prävention und Früherkennung vermieden werden. Sicherlich verfügen nicht alle Länder dieser Erde über ein entsprechendes Gesundheitssystem, in dem präventive Maßnahmen zur Zahngesundheit in der Bevölkerung verbreitet werden, genauso wie die Zahnbehandlung nicht überall flächendeckend organisiert ist. Wo sie es jedoch ist, so wie in Deutschland, sollte sie auch genutzt werden und wenn es nur dem eigenen Körper und der eigenen Psyche zuliebe ist. Ins Feuer springen, so wie die arme Apollonia, muss niemand mehr.

 

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Dieser Beitrag stammt von Stefanie Hoder. Stefanie Hoder ist für die Redaktion der Webseite “Dentalkauf24” zuständig und durch ihre tägliche Arbeit bestens vertraut mit den Themen Zahngesundheit und Zahnhygiene.

 



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2 Kommentare »

  1. Amalia — 23. Juni 2016 @ 09:42

    Hallo Stefanie

    Vielen Dank für Ihre interessanten Artikel; Ich wusste nicht, dass die Zähne eine große Rolle spielen können. Ich denke nicht viel darüber (aber ich habe starke Zähne ). Was für eine Schande, dass Menschen als Folge von Selbstmord sterben. Ich hoffe, dass die Menschen auf Zeit Hilfe erhalten und ihre Zähne gesund halten können.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Amalia

  2. Sonja — 28. Juli 2016 @ 12:11

    Hallo Stefanie!
    Das ist ein sehr schöner und interessanter Artikel, dem ich nur beipflichten kann. Ich bin zahnmedizinische Assistentin in einer kieferorthopädischen Fachpraxis und denke eine gute Prophylaxe mit Zähne putzen, Zahnarzt Besuch und der richtigen Ernährung sind das Wichtigste für die Zahngesundheit.
    Die kosmetischen Aspekte nehmen teilweise allerdings kuriose Formen an (vor allem in der Großstadt), wie ich täglich sehen kann. Da müssen die Zähne aufs zehntel Millimeter genau stehen und schneeweiß sein… Ob man deshalb immer wirklich schöner (und gesünder) ist, sei dahingestellt.
    Liebe Grüße Sonja

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