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IchZeit Rheinland Pfalz
29.11.2011 von: kati
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Thaimassage – Eine kleine Philosophie für sich

Die Thaimassage, die ich mir gestern gegönnt habe, war eine kleine Philosophie für sich – Beziehungsweise eine Philosophie für MICH. Ich konnte meinen Gedanken entspannt freien Lauf lassen und mich ganz auf mich und meinen Körper konzentrieren. Dass ich mich dabei auch auf mein Leben konzentriert habe, kam ganz automatisch, denn die Körperzustände, die mir durch die Massage bewusst gemacht wurden, kamen mir auf einmal wie Spiegelbilder vergangener Erlebnisse vor. So zum Beispiel Verspannungen, die durch belastende Situationen und Stress hervorgerufen wurden. Durch die intensiven Berührungen der Masseurin konnte ich aber zugleich vollkommen im aktuellen Moment ankommen und intensiv spüren, wie es mir genau JETZT geht und wie sich das eigene Befinden verändert. Am Ende der Massage fühlte ich schließlich, dass ich gestärkt aus der Vergangenheit hervorgegangen bin, mich auf die wichtigen Dinge in der aktuellen Situation besinnen sollte und über genügend Energie verfüge, um auch in Zukunft gut zurecht zu kommen.

Zum Beispiel haben meine Füße an manchen Stellen richtig geschmerzt, weil sie mich schon durch so viele Situationen hindurch getragen haben. Es war jedoch sehr angenehm, mir diesen Zustand bewusst zu machen, um vielleicht für die Zukunft daraus zu lernen und zu spüren, wie sie sich wieder entspannten und mir die Gewissheit gaben, mich auch weiterhin sicher tragen zu können. Während meine Beine durchgeknetet wurden, fühlte ich, wie muskulös sie sind und sie fühlten sich aktiviert an, sodass ich Lust bekommen habe, voran zu schreiten und die Zukunft in Angriff zu nehmen. Meine verspannten Schultern erinnerten mich daran, dass ich oft sehr gestresst bin und mein steifer Nacken verkörpert die Tatsache, dass mir viele Ängste in Selbigem sitzen. Aber als ich so darüber nachgedacht habe, musste ich schmunzeln, denn ich stellte fest, dass mir nichts, oder besser gesagt niemand, im Nacken saß, außer einer Masseurin, die sich meiner annahm und mir durch ihre Handgriffe wieder den Rücken stärkte. Genau das ist es, was ich im Leben brauche – Die Gewissheit, dass mein Rücken stark ist und unter gewissen Lasten nicht zusammenbricht und gleichzeitig aber auch die Sicherheit, dass andere mir den Rücken stärken und hinter mir stehen, wenn ich sie brauche.

Bei der Gesichtsmassage kam ich mir zunächst etwas merkwürdig vor, denn unter den Händen der Masseurin verzog sich mein Gesicht zu mit Sicherheit lustigen Grimassen. Im ersten Moment musste ich darüber nachdenken, wie sie mich wohl gerade sah und was sie dachte. Aber schließlich war es mir egal und ich unterdrückte den Impuls, mit meinen Muskeln gegen ihre Bewegungen zu steuern. So sollte es auch im Leben sein: Man muss lernen, einfach mal los zu lassen und die Kontrolle abzugeben, um entspannter zu werden. Außerdem darf man sich nicht ständig darum sorgen, was andere über einen denken, sondern sich darauf verlassen, dass man schon in Ordnung ist, wie man ist. Natürlich muss man auch über die eigene Person reflektieren, aber negative Gedanken und Gefühle oder Fehler, die man begangen hat, sollte man wahrnehmen, ohne an ihnen fest zu halten, um sich schließlich für die Zukunft von ihnen frei zu machen und aus ihnen zu lernen. Dass Loslassen wichtig ist, bemerkte ich auch bei der Massage meiner Arme, weil ich mir dadurch, dass die Masseurin sie so bewegte, dass sie sich für ihre Arbeit in der richtigen Position befanden und daher vor meinem geistigen Auge das Bild einer Marionette aufstieg. Man sollte es schaffen, im Leben genug loszulassen, aber nicht so viel, dass man zur Marionette in den Händen anderer wird. Mir tut es jedoch gut, die Kontrolle für diesen Moment abzugeben und nach der Behandlung fühlen sich auch meine Arme und Hände gestärkt, um Halt finden zu können und kräftig zuzupacken.

Dass mich eine Thaimassage, abgesehen von der wunderbaren Entspannung für den Moment, so viel auch für die Zukunft weiterbringen könnte, hätte ich vorher nicht unbedingt vermutet. Ich kann es nur empfehlen, sich auch einmal diese Zeit für sich zu nehmen, denn es ist nur wünschenswert, dass jeder Mensch einmal mit einem so guten Gefühl aus dem Alltag heraus tritt, um wieder gestärkt in ihn hinein zu tauchen. Ich werde versuchen, mir dieses Gefühl zu bewahren und darauf zu achten, früh genug wahrzunehmen, wenn es nachlässt und ich mal wieder Zeit für mich benötige.

 



Ich will Zeit für mich. Ich stehe im Vordergrund.

Ich benötige Entspannung, gesunde Ernährung, Medical Wellness und Gesundheit, um in Balance mit mir selbst zu kommen. Ich muss dafür nicht weit reisen. Dies alles bietet mir die IchZeit. Hier in Deutschland, in Rheinland-Pfalz.