Ihre Suche im IchZeit-Blog:

Beiträge auf der Karte

Blog-Archiv

  • 2018 (1)
  • 2016 (4)
  • 2015 (40)
  • 2014 (28)
  • 2013 (34)
  • 2012 (63)
  • 2011 (56)
IchZeit Rheinland Pfalz
29.11.2014 von:
29
Nov
Aniko
von
Kategorie:

Der Hype um die 23 Tage Stoffwechsel-Diät: Siegeszug der Pillenindustrie oder Chance zum Ernährungsumdenken?

Der Sommer der erschlankten Freunde

Nach diesem Sommer darf ich mich nur noch wundern – um mich herum sehe ich nur noch erschlankte, weil entschlackte Freundinnen und entdecke auch an deren Männern wieder Konturen, die in den Jahren seit der Familiengründung durch einen breiten Schwimmring verdeckt worden waren. Schwangerschaftsstreifen sind wie durch Chirurgenhand verschwunden, Bierbäuche weichen Ansätzen von Waschbrettern und nach dem fast schon lieb gewonnenen Doppelkinn suche ich bei meinem Bekannten vergeblich. Überhaupt vermisse ich in dessen Gesichtern ein paar Lebensjahre, denn mit dem Verlust der Kilos sind auch ein paar Jahre aus dem Gesicht geschmolzen. „Was hast Du denn gemacht?“ fragte ich anfangs noch und bekam oft ein paar ausweichende Antworten wie: „Ach, hab mal den Alkohol weggelassen“. Oder „War ein paar mal joggen“. Wenn man dann aber genauer nachhakte, machten sie wohl alle das gleiche: DIE Kur. „Was denn für ne Kur?“, fragt mein ahnungsloser Gatte und wird vom anderen Freund gleich belehrt: „Na die, die alle machen, diese Stoffwechseldiät.“

Zu Hause erkläre ich meinem noch ahnungslosen Mann dann, was längst alle wissen und worüber kaum einer spricht. Und die, die es tun, diskutieren sogar öffentlich den Verlust ihrer Pfunde in Facebook Gruppen und posten vorher-nachher Selfies von runterhängenden Bäuchen und überquellenden Speckringen überm Hosenrand und die gleiche Pose 23 Tage später mit flachem Bauch, schlanker Taille und verjüngtem Aussehen. „Und das soll funktionieren?“, fragt mein Mann skeptisch. „Ist doch bestimmt doch nur Geldmacherei. Immerhin knapp 200€ pro Monat für die Vitaminpillen“. „Schon möglich“, erwidere ich, „aber eins ist klar, es scheint zu funktionieren“. Und frage mich ernsthaft, warum es überhaupt noch Menschen mit dickem Bauch gibt, wenn es doch so einfach ist. Wenn man sieht, wie jung und dynamisch Mann oder Frau wieder aussehen können, und wie wohl sie sich fühlen mit ein paar Kilos weniger, dann sollte uns das bei jedem Essen im wahrsten Sinne „schwer“ zu Denken geben.“

„Und wie funktioniert das?“, will mein Mann weiter wissen. „Ich weiss es nicht genau, aber ich denke, platt gesagt, beruht es wie allen Diäten auf einer Ernährungsumstellung hin zu fettarmer Kost bei gleichem Genuss. „Klingt ja prinzipiell schon mal nicht verkehrt, aber danach kommen die Kilos gleich wieder, wie nach jeder Diät. Ist doch klar.“ „Ne, angeblich programmiert das Hirn nach 21 Tagen das reduzierte Gewicht und hält es so besser“. „Und wo ist dann der Nachteil?“ „Na ja, es kostet 200€ und man muss Schwangerschaftshormone nehmen“. „Wie bitte? Auch Männer? Das kann doch nur ungesund sein.“ „Es sind Globuli, also nichts chemisches. Es sollen damit wie bei einer Schwangerschaft die Fettpolster geöffnet werden um die Versorgung des Kindes zu garantieren. Mehr passiert aber angeblich nicht. Die Männer bekommen jetzt keine Brüste oder so.“ Kopfschüttelnd, aber nicht unbeeindruckt widmet sich mein Mann wieder seinem Bier. „Alkohol ist dabei natürlich total tabu. Genauso wie Zucker und jede Form von Fett. Die geöffneten Fettpolster sollen ja leer werden.“ „Du hast das doch auch gemacht“, fragt er. „Und? Zufrieden?“ „Ich habs nicht gemacht, um groß abzunehmen. Ich wollte das mit einer Darmreinigung verbinden, die mit den Tabletten und der gesunden Ernährung einhergeht. Ich habe nur 3 Kilo verloren, was bei mir aber reicht, um die Schwangerschaftsstreifen zu eliminieren. Mein Ziel ist also erreicht. Der Darm ist entgiftet und ich sehe nicht mehr nach 3 Schwangerschaften aus. Also bei mir hats geholfen. Ob es jetzt an den zig Nahrungsergänzungstabletten liegt, die man meiner Meinung nach nicht benötigt, wenn man sich sowieso bewusst ernährt. Oder daran, dass ich mal konsequent auf Alkohol und Zucker verzichtet habe. Ist aber auch egal, ich finde, das Ziel ist erreicht, wenn sich die Menschen Gedanken über ihre Ernährung machen, mehr auf ihren Körper achten und bewusster essen und sich bewegen. Dann fallen meiner Meinung nach ohnehin schon die Pfunde, während das Körper- und somit vor allem das Selbstwertgefühl steigt. Ob man dafür nun Pillen benötigt, weiß ich nicht, ich bin kein Ernährungsberater. Aber wenn man nicht in der Lage ist, gesund einzukaufen und zu kochen, ist das sicherlich besser, als schlechtes, schadstoffreiches Fastfood.

Ansonsten zeigen die Facebook Gruppen viele leckere Gerichte, wie man ohne viel Aufwand gesund kocht, dabei Spaß hat und definitiv sichtlich erschlankt.

Ob berechtigter Hype oder nicht, eins hat die 23 Tage Stoffwechselkur bewirkt: ein Umdenken bei der Ernährung. In diesem Sinne: Meinen Segen hat sie.



Ich will Zeit für mich. Ich stehe im Vordergrund.

Ich benötige Entspannung, gesunde Ernährung, Medical Wellness und Gesundheit, um in Balance mit mir selbst zu kommen. Ich muss dafür nicht weit reisen. Dies alles bietet mir die IchZeit. Hier in Deutschland, in Rheinland-Pfalz.