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IchZeit Rheinland Pfalz
8.09.2015 von: Michael Steinert
8
Sep
Michael Steinert von
Michael Steinert

Erfahrung Feng Shui – Was ist wirklich dran?

Es ist wie Tabula Rasa. Du baust. Wenn es denn einmal so weit ist, dass man ein Haus bauen kann. Und dann kommen die Gedanken um die Einrichtung, die Ausrichtung, den Wellness Faktor. Harmonie, Glück und Zufriedenheit wünscht sich jeder Hausbesitzer in den eigenen vier Wänden. Die Beispiele sind zahlreich, die Erwartungen hoch, die Stimmung harmonisch.

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Immer mehr Menschen versuchen sich deshalb beim Hausbau an Feng Shui Regeln zu orientieren. Von der ersten Planung an, über die gesamte Bauphase bis hin zur Inneneinrichtung sollen bestimmte Methoden und Vorgaben dabei helfen, die Energie optimal durch das Haus zu leiten. Aber dann steht man da und fragt sich: Ist es das wirklich wert? All diese Regeln, die nicht bewiesen werden können, sind sie wahr? Ist es Placebo, ist es psychisch und ist es im Endeffekt nicht egal, solange man dran glaubt?

Mit Feng Shui das Wohlbefinden verbessern

Angeblich soll schon derjenige, der einige wenige Grundregeln beachtet, mit der Feng Shui Methode langfristig zu Gesundheit und Zufriedenheit gelangen.
Eine der Regeln besagt zum Beispiel, dass keinesfalls ein großer Berg oder eine Wand vor dem Haus die Sicht auf das Eigenheim versperren darf. Nach vorn heraus ist stattdessen eine weite Aussicht am besten. Hinter dem Haus sind diese Dinge jedoch perfekt geeignet. Dort sollte sich wiederum keinesfalls ein Parkplatz oder eine Anlage mit Wasser befinden.

Himmelsrichtung, Fluss und Licht

Auch die Himmelsrichtung nach der das Haus insgesamt ausgerichtet ist spielt eine große Rolle. Ebenfalls muss die Eingangstür stets größer sein als die Tür, welche nach Hinten heraus führt. Im Eingangsbereich muss ausreichend Freiraum vorhanden sein. Eine Treppe oder ein Spiegel, die sich direkt hinter der Eingangstür befinden, sollen jedoch keinen guten Energiefluss geben. In sehr vollgestellten Räumen können sich die Bewohner, laut Feng Shui, nicht wohlfühlen. Ordnung und nur wenige, gezielt ausgesuchte Dekorationsartikel strahlen Harmonie aus. Mehrere Lichtquellen verteilen die Helligkeit gut im Raum, dunkle Ecken sollten lieber vermieden werden. Glas, glänzende Oberflächen oder Spiegel können hingegen den Chi-Fluss anregen.

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Ist Feng Shui nur „Geldmacherei“?

Das Haus nach derartigen esoterischen Regeln einzurichten oder gar zu bauen, kann sehr schwierig und kostspielig sein. Ich rechne. Eine Fahrt zu Ikea wäre günstiger, um einiges, ein Fertighaus sowieso. Viele Bauherren stellen sich außerdem die Frage, ob es tatsächlich sinnvoll ist, solch einen Aufwand zu betreiben, oder ob es Feng-Shui-Beratern nicht oftmals eher darum geht, mit ihren Empfehlungen Geld zu verdienen. Denn schließlich ist der Begriff „Feng Shui“ weder rechtlich geschützt, noch können die Weisheiten wissenschaftlich belegt werden.

Die Überwindung von Leid als Konzept

Feng Shui stammt aus einem Kulturkreis, in dem nicht nur die Harmonie, Ästhetik und Energieflüsse eine Rolle spielen. Es geht gerade in der Bhuddistischen Lehre um das Loslösen vom Leid, um die Überwindung von Vergangenheitstraumatas und die Angst vor der Zukunft. “Lebe im Jetzt” ist eine Devise, “Vermeide es dich an Emotionen zu haften” eine andere. Damit geht einher, dass es nicht der Tradition entspricht, Ursache und Wirkung zu analysieren – und es somit auch keine verwertbaren Studien zum Erfolg von Feng Shui gibt, obwohl das Konzept seit Jahren besteht.

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Nach einigem hin und herüberlegen wird mir klar: Wer beim Bau seines Hauses versucht alle Regeln wirklich einzuhalten, wird wohl kaum zu Reichtum kommen – eher im Gegenteil. Es muss einen Mittelweg geben. Den ging ich und den kann ich Empfehlen.

Manche Vorgaben sind durchaus sinnvoll

Es gibt einige Feng Shui-Regeln, die für Anhänger dieser Lehre und für westliche Architekten gleichermaßen gelten. Das Türen sich nicht zu einer Wand hin öffnen sollten ist so eine.

Außerdem bevorzugen schließlich die meisten Menschen in ihrem Haus eine gewisse Ordnung. Auch kann gerade in der heutigen globalisierten und oftmals hektischen Welt eine Lehre wie Feng Shui Halt und Sicherheit bieten. Dass Symmetrie beruhigt und hilft zu entspannen wussten schließlich schon die alten Chinesen. Und kann Harmonie tatsächlich im wissenschaftlichen Sinne erforscht werden – beschäftigen sich doch Mathematiker bereits seit der Antike mit dem sogenannten „Goldenen Schnitt“.

Bleibe im Gleichgewicht!

Bei all den Tipps, Lehren und Vorgaben sollte jedoch nie der gesunde Menschenverstand außer Acht gelassen werden. Feng Shui kann in vielen Bereichen vernünftig sein und Spaß machen. Doch trotzdem sollte jeder genau abwägen, wofür es sich lohnt zusätzliches Geld zu investieren. Ich habe mit der Einrichtung meines Schlafzimmers angefangen, wie ich es auf diesem Wohnen-Blog gefunden habe. Übertreiben sollte man nicht. Denn gerade die Übertreibung ist eine der Todsünden des Bhuddismus. Wer sich in Feng Shui verrennt erreicht also genau das Gegenteil von dem, was die Weisheit propagiert: Nicht anhaften, losgelöst von Zwängen leben. Und mittlerweile denke ich, dass genau das der Weg zu Wellnes ist.

 



Ich will Zeit für mich. Ich stehe im Vordergrund.

Ich benötige Entspannung, gesunde Ernährung, Medical Wellness und Gesundheit, um in Balance mit mir selbst zu kommen. Ich muss dafür nicht weit reisen. Dies alles bietet mir die IchZeit. Hier in Deutschland, in Rheinland-Pfalz.